Unterstützende Krebsbehandlung

Auch in der Krebsforschung findet die Thermotherapie Beachtung. In der medizinischen Literaturdatenbank PubMed finden sich weit mehr als 1000 Studien zu diesem Thema. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat die wichtigsten Informationen zur Behandlung von Krebs mittels Hyperthermie zusammengestellt. Hyperthermie bedeutet Überwärmen des Körpers oder einzelner Körperteile. Bereits seit über 100 Jahren wird versucht, Krebs durch Überwärmen des Tumorgewebes zu behandeln. Anders als beim Fieber wird dabei dem Patienten von außen Wärme zugeführt. Die erhöhte Temperatur soll die Wirksamkeit einer Chemotherapie und/oder Strahlentherapie verstärken. Die Hyperthermie gehört bisher nicht zu den Standardverfahren gegen Krebs (DKFZ 2013).


Es existieren verschiedene Varianten der Hyperthermie-Behandlung (DKFZ 2013):

  • Lokale oder Oberflächen-Hyperthermie: Nur der betroffene Bereich wird von außen durch Ultraschall, Radio- oder Mikrowellen erwärmt.

  • Regionale (Tiefen-) Hyperthermie: Nicht nur der eigentliche Tumor, sondern größere Körperregionen werden erwärmt. Die Erwärmung erfolgt mit einem sogenannten Ringapplikator, der elektromagnetische Wellen erzeugt.

  • Hyperthermie mit magnetisierbaren Nanopartikeln: Es werden dem Patienten Nanopartikel aus Eisen verabreicht, die sich im Tumorgewebe anreichern und über ein elektromagnetisches Feld erwärmt werden.

  • Ganzkörperhyperthermie: Der gesamte Körper wird erwärmt. Früher geschah dies durch heißes Wasser oder flüssigkeitsgefüllte Polster oder Decken. Heute kommt auch die Überwärmung mit elektromagnetischen Wellen oder Infrarot infrage (DKFZ 2013).

 

Der Effekt der Hyperthermie bei der Behandlung von Krebs

... beruht darauf, dass Tumorzellen besonders hitzeempfindlich sind. Bei lang andauernder und/oder wiederholter Hyperthermiebehandlung bilden diese Zellen bei Temperaturen von etwa 41–43 °C sogenannte Hitzeschockproteine (HSP). Die HSP werden von den Abwehrzellen des Immunsystems erkannt, sodass die Krebszellen selektiv zerstört werden können (Koch 2016/2017).

In Versuchen wurde gezeigt, dass Temperaturen von mindestens 42,5 bis 43°C über einen Zeitraum von etwa 40 bis 60 Minuten nötig sind, um Krebszellen abzutöten. Bei niedrigeren Temperaturen sind längere Behandlungszeiten angebracht. Hyperthermie wird heute meist zusätzlich zur Bestrahlung und Chemotherapie eingesetzt. In klinischen Studien konnte eine verstärkende Wirkung der Hyperthermie beobachtet werden (DKFZ 2013). Eine Verlängerung der von uns empfohlenen Therapiezeit von 20 - 30 Minuten (bei 40 - 43 Grad) auf bis zu 60 Minuten (bei höheren Temperaturen) sollte niemals ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen.

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Krebsbehandlung mit Infrarotstrahlen Krebsbehandlung mit Wärme.
 
Hyperthermie kann Ihre Krebstherapie ergänzen.

Mit der Infrarot Therapie gegen Tumorzellen

Krebsbehandlung mit Wärme

Ob Lungenkrebs, Metastasen in der Galle, in den Gallenwegen oder in der Leber, ob Darmkrebs, Hodenkrebs oder Knoten in der Brust: Eins haben fast alle Tumorarten gemeinsam: Wärme lässt vielen Krebsarten 'die Luft ausgehen'.

Als besonders vorteilhaft hat sich die Erwärmung mit einer Heizmatte aus Amethyst herausgestellt, die ebenfalls Infrarotstrahlung abgibt (Yoshimizu 2009).

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